Mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Brüssel -
Die Ulrich-Zwiener-Stiftung fördert  das Freiwillige Soziale Jahr von Florian Lüdtke

Der 19jährige Leipziger Abiturient Florian Lüdtke ist seit September 2009 im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres Teilnehmer des Projektes L'Arche zur Arbeit und zum Zusammenleben mit Menschen mit geistiger Behinderung. Außerdem arbeitet er bei der Anti-Rassismus-Organisation MRAX.
Dieses Projekt, das sowohl dem internationalen Austausch dient als auch den verantwortungsvollen Umgang mit den sozialen Menschenrechten fördert, unterstützt die Ulrich-Zwiener-Stiftung mit einem monatlichen Beitrag zur Deckung der Kosten. Über den Verlauf seiner Aktivitäten berichtet Florian Lüdtke auf seinem Blog.

Preis für Interkulturelle Verständigung unter der Jugend 2009

Am Mittwoch, d. 29. April wurde von der Ulrich Zwiener-Stiftung für Internationale Verständigung und Menschenrechte der Preis für Interkulturelle Verständigung unter der Jugend verliehen. Preisträger im Jahr 2009 ist das Christliche Gymnasium Jena, das den Preis für sein hervorragendes Engagement bei der Realisierung des Chile-Projektes seiner zehnten Klassen erhielt.

Auf Initiative der Spanischlehrerin Dr. Anne Nickel-Gemmeke, die selbst bereits längere Zeit in Chile verbrachte, entstand seit 2005 ein regelmäßiger Schüleraustausch mit dem Colegio Santa Úrsula in Santaigo de Chile. Dieser Austausch unterscheidet sich in einigen Punkten von üblichen Austauschprogrammen. Die Kosten für die Reise erarbeiten sich die Schüler selbst im Vorfeld mit Theateraufführungen, Kuchenbasaren, Babysitting usw., was eine bemerkenswerte Leistung über viele Monate erfordert. Neben dem Unterricht in den Klassen der Schule helfen die Schüler auch in der Armenküche mit und gewinnen so auf ganz unmittelbare Weise Erfahrungen im Umgang mit Armut. Laudator Jorge Peña illustrierte in seiner Laudatio mit farbigen Beispieln und Anekdoten, auf welche Weise die Schüler mit den kulturellen Unterschieden in Kontakt kommen.

Die Organisation und Durchführung eines ebenso umfangreichen wie prägenden Projektes - viele Teilnehmer bauen Kontakte nach Chile auf und reisen nach Ende der Schulzeit wieder in das Land - ist eine Aufgabe, die das herkömmliche Maß an persönlichem Engagement jedes Beteiligten weit übersteigt. Sowohl die Arbeit von Dr. Anne Nickel-Gemmeke, die Unterstützung durch die Schulleiterin Susanne Raab wie auch das Engagement jedes einzelnen Schülers verdienen höchste Anerkennung und haben die Jury des Preises bewogen, dem Christlichen Gymnasium unter 8 Bewerbern den Vorzug zu geben.

Neben einem Auftritt der Klasse 10a als Chor mit Gitarrenbegleitung gestaltete auch ein Auszug aus der Theaterproduktion "Räuber Hotzenplotz", mit der die Schüler vor Kindergartenkindern spielen und so Geld für die Reise sammeln, die Verleihung sehr farbig und unterhaltsam.